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Das mechanische Uhrwerk ist der Klassiker unter den Uhrwerken und wird unter anderem wegen der hohen Handwerkskunst, die darin steckt, geschätzt. Dies und das interessante Innenleben eines mechanischen Uhrwerks machen es, trotz geringerer Genauigkeit im Vergleich zum elektronischen Uhrwerk, zu einem immer noch sehr beliebten Uhrwerkstypen für Luxusuhren.

Grundsätzlich kann man mechanische Uhrwerke in zwei Typen unterteilen - in Uhrwerke mit Handaufzug und solche mit automatischem Aufzug. Der im Folgenden beschriebene Aufbau des Uhrwerkes trifft auf beide Uhrwerk-Typen zu. Einen kurzen Vergleich der beiden Aufzugsarten finden sie unter diesem Link oder unter dem entsprechenden Link auf der Technik Übersicht Seite.

Der Aufbau

Ein mechanisches Uhrwerk besteht aus mehreren mechanischen Komponenten und mindestens einem Räderwerk. Neben dem Haupt-Räderwerk, auch als Gehwerk bezeichnet, kann ein Uhrwerk noch mehrere von dem Gehwerk abhängige zusätzliche Räderwerke haben. Die zusätzlichen Räderwerke dienen der Erweiterung der Uhr um weitere Funktionen, sogenannte Komplikationen.
Zu den Komponenten eines mechanischen Uhrwerkes gehören grundsätzlich:

  • Der Aufzug mit Stelleinrichtung, mit dem ggf. über die Krone die Feder des Antriebs gespannt und die Uhrzeit eingestellt werden kann.
  • Der Antrieb, welcher für die Bereitstellung der mechanischen Energie für die Funktion des Uhrwerkes verantwortlich ist. In der Regel eine Feder.
  • Das Gehwerk, ein Getriebe welches die Energie zwischen Antrieb und Hemmung überträgt.
  • Die Hemmung, welche das Gehwerk abbremst, die Energie des Antriebs "hemmt" und in einen periodischen Takt wandelt.
  • Die Unruh, der Ganggeber der Uhr, welcher die Periode oder auch den Takt für die Hemmung vorgibt.
  • Das Zeigerwerk, welches die Bewegung des Gehwerkes in die Bewegung der jeweiligen Zeiger übersetzt und so letztendlich die Uhrzeit anzeigt
Illustration der Funktion eines Uhrwerkes
Uhrwerk mit kleiner Sekunde: Federhaus (hellgrau), Kupplungsaufzug (rot, oben-links), Gehwerk (dunkelgrau), Zeigerwerk (schwarz), Uhrzeiger und kleine Sekunde (schwarz), Hemmung (rot, rechts) und Unruh (dunkelgrau, rechts).

Unruh und Hemmung werden auch als das Schwingsystem des Uhrwerkes bezeichnet, da sie für die periodische Bewegung, den gleichmäßigen Takt der Uhr, verantwortlich sind. Die Bewegung, welche letztendlich die Uhrzeiger antreibt, wird von dem Zeigerwerk von einem Zahnrad des Gewerkes abgenommen und an die Zeiger weitergegeben. Der Sekundenzeiger wird in manchen Fällen direkt von einem der Räder des Gehwerkes angetrieben.

Diese Übersicht beschreibt nur den grundsätzlichen Aufbau eines mechanischen Uhrwerkes und bezieht sich hauptsächlich auf Amrbanduhren. Es gibt auch andere Typen mechanischer Uhren, die etwas anders aufgebaut sein können. So werden zum Beispiel manche größere Uhrwerke von einem Gewicht und nicht von einer Feder angetrieben.